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›DIFFUSE ÄNGSTE ODER BLINDER HASS?‹ Luther und die Juden

Zu den problematischsten Seiten des Reformators zählt sein Verhältnis zu den Juden. Luther hat sehr unchristlich über sie gesprochen und geschrieben.

Diese offene Judenfeindschaft lässt sich nicht allein mit dem Zeitgeist des 16. Jahrhunderts erklären. In seinem Text »Dass Jesus Christus ein geborener Jude sei« aus dem Jahr 1523 spricht er sich noch für deren bedingungslose Duldung aus.

Zwanzig Jahre später verfasst der alternde Luther seine berüchtigte Hetzschrift »Von den Juden und ihren Lügen«. Der späte Reformator hält die Juden für Mörder und Plünderer, die keine Gnade verdienen. Woher kommt dieser Wandel, welche Wurzeln und welche Folgen hat Luthers Antisemitismus?

Am 12. November 2015 um 19:00 Uhr im Logensaal der Kammerspiele pointer9
Texte: Der Schauspieler Siegfried W. Kernen
Im Gespräch: Die Kirchenhistorikerin Dorothea Wendebourg,
der Publizist Micha Brumlik und
der Kirchenhistoriker Thomas Kaufmann
Moderation: Claus Röck, NDR Kultur
Eine Veranstaltung von
Sendertermin: am 22. November um 8:40 Uhr in den »Glaubenssachen« und
um 20:00 Uhr im »Sonntagsstudio« auf NDR Kultur

Tickets online und an der Tageskasse der Hamburger Kammerspiele (Mo–Sa 12–19 Uhr). Inhaber der NDR Kultur Karte zahlen 6 statt 10 Euro.